Thailand ...ein Daueraufenthalt

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Mein Mini-Solar-Kraftwerk

by Nudels


Posted on Freitag Juni 17, 2022 at 06:19nachm. in Technik Regeln und Steuern




Ein Solar-Kraftwerk für 555 €


Urpünglich sollte es eine Ausfallsicherung für meine IT sein. Daraus geworden ist ein Mini-Solar-Kraftwerk. In der Zwischenzeit habe ich meine Zweifel an der Rentablität der Anlage beiseite geschoben, denn die erste Halbjahresbillanz spricht für sich. Ich lebe im Nord-Osten Thailands und Sonne haben wir hier mehr als genug - in der Regel ziemlich genau 12 Stunden am Tag. Trotz dieses paradiesischen Umstandes kann ich die 12 Stunden nicht vollständig ausnutzen. Wenn ich das wollte, müsste ich die Panele dem Sonnenstand nachführen. Der Standort an der Südwand meines Hauses ist aber ergiebig genug, um zunächst einen angemessenen Bedarf zu decken. Warum mache ich mir diesen Aufwand? Wir leben in den Tropen und hier fallen Unwetter so heftig aus, dass die stabilste Infrastruktur ins wanken gerät. Längere Stromausfälle sind hier also nichts Aussergewöhnliches.













Der Stromzähler des Versorgers steht, obwohl Computer, Ventilatoren, Kühlschrank und diverse Kleinverbraucher im Betrieb sind.




Kommen wir zu den Details.


Der Anspruch




Die Strompreise in Thailand sind im Vergleich zu Deutschland sehr günstig. Eine kWh kostet zwischen 3,8 und 4,1 THB. Das sind ca. 11 Cent. Nimmst du mehr Strom ab, steigt der Preis. Bei weniger fällt er und bei Super-wenig, kann er sogar auf 0 sinken. Der Preis für eine kWh Strom steigt auch in Thailand geringfügig, aber ständig. Bei diesen Eingangsvoraussetzungen verwirft man sehr schnell den Plan eines 5- bis 6-stelligen Investments in THB zu tätigen. Also muss das Ziel deutlich nach unten gesenkt werden. Ich lege 500€ für mein Projekt fest. Dieses entspricht dann auch der Solar-Alternative für ein ausfallsicheres IT-System. Das wäre dann ein Motor betriebener Generator.


Das System soll so aufgebaut sein, dass ohne zusätzliche Aufwende Komponenten erweitert oder ausgetauscht werden können. Es müssen wahlweise Stromkreise vom Versorger auf Solar und vice versa geschaltet werden können. Zunächst wird noch manuell um-.  zu- oder abgeschaltet. Dieses hat seinen Grund. Natürlich habe ich schon Konzepte in Richtung Automation in der Schublade, aber ich arbeite ausschließlich mit Komponenten aus dem chinesischen Spot-Markt und dieses erfordert zunächst volle Kontrolle, bis sich ein Produkt als zuverläßlich erweist. Damit ist dieses Projekt, ganz untypisch für meine übliche Vorgehensweise, mal ein Prototypen-Projekt - agil. :-)



Das Zwischenergebnis



Ich will niemanden auf die Folter spannen, deshalb spiele ich die Ergebniskarte hier schon aus. Nach 6 Monaten kam also die Stunde der Wahrheit und wie man sieht: 
... sind bereits 14% der Investition zurück geflossen :-)


Ich habe also in diesem Zeitraum mit meinem Prototypen 843 kWh Solarstrom auf der Verbraucherseite erzeugt. Da ich noch keine Sensoren im Einsatz habe (comming soon), habe ich die Werte des Vorjahres im direkten Vergleich eingesetzt und Referenzhaushalte ohne Solarstrom zur Korrektur von Abweichungen herangezogen. Das Ergebnis sollte dicht an der Realität sein. Die Investitionsdaten werden sich natürlich weiter nach oben bewegen, denn es werden Komponenten getauscht und ergänzt.






Das 6-Monats-Ergebnis hatte mich dann doch positiv überrascht



Die Dimensionierung und der geplante Bedarf









..... weiter gehtes hier demnächst mit der Umsetzung